Auf in den Harz – Klassenfahrt der 8. Klassen

„Ist das ein echter Weg?“ Diese Frage stellte eine Schülerin bei unserem mehrstündigen Abstieg vom Brocken. Später waren sie und viele ihrer Mitschüler der Ansicht, dass dies das tollste der ganzen Klassenfahrt war.

In der Projektwoche fuhren die 8. Klassen gemeinsam vom 11. bis 14. Oktober auf Klassenfahrt in den Harz. Mit dabei waren die Klassenleiter Frau Rüß, Frau Buchholz, Herr Irschick und zudem Herr Braatz. Mit zwei Bussen fuhren wir am Montag in der Früh los und machten nach ein paar Stunden einen Zwischenstopp in Wernigerode. Dort konnten die Schüler auf eigene Faust die Stadt erkunden und dabei ein Rätsel lösen. Im Anschluss ging es weiter zum Feriendorf Forsthaus Auerberg im Südharz. Dieses hatte alles zu bieten, was man sich für eine Klassenfahrt erwarten konnte und wir verbrachten unsere drei Abende mit Tischtennis, Herr der Ringe-Filmabenden, Disco, Werwolf und vielen weiteren Aktivitäten.

Am Dienstag war zunächst eher ein regnerisches Wetter, aber davon ließen wir uns nicht abhalten. Wir fuhren nach Thale, wo nach einer kurzen Seilbahnfahrt Schüler wie Lehrer und sogar die Busfahrer mit dem Harzbob ins Tal düsten. Brrrr, kalt war es schon, aber davon hat sich keiner abhalten lassen. Bei allmählich besser werdendem Wetter begaben wir uns im Anschluss nach nebenan zum Hexentanzplatz, von dem aus man eine schöne Aussicht zum Granitfelsen namens Roßtrappe hat. Aber mit diesem bereits Action-lastigen Programm gaben wir uns noch nicht zufrieden: Wir fuhren am Nachmittag zum Rappbodetal und baumelten schon bald auf einer der längsten Fußgängerhängebrücken der Welt ganze 75 m über dem Wasser neben der Talsperre. Aber auch das reichte einigen Schülern nicht, die nach Rückkehr zu unserer Unterkunft zusammen mit Frau Rüß und Herr Irschick zum nahegelegenen Josephskreuz wanderten, dem „Eiffelturm“ des Harz. Mehr an einem Tag zu unternehmen geht wirklich nicht!

Das Tollste haben wir uns aber für den Mittwoch aufgehalten. Wir fuhren mit der Brockenbahn auf den Brocken, genossen für eine Stunde die Aussicht und starteten im Anschluss zu Fuß unseren Abstieg. Nach einem kurzen Teil auf der Straße begaben wir uns auf den abenteuerlichen Eckerlochstieg Richtung Schierke. Manchmal etwas mehr an ein fast ausgetrocknetes Bachbett erinnernd („Ist das ein echter Weg?“) machten einige Schüler mutigen Erstkontakt mit einem Bergsteig, andere versuchten sich am „Der Boden ist Lava“-Spiel, indem sie von Stein zu Stein sprangen – je nach Erfolg mit mehr oder weniger Schlamm auf der Hose. Am Ende kamen aber alle heil, höchstens mit der einen oder anderen Blase auf den Füßen, an unser Ziel.

Bei unserer Rückfahrt am Donnerstag hatten wir einen interessanten Aufenthalt in der wunderschönen Kaiserpfalz Goslar und fuhren schließlich zurück nach Hagenow. Am Freitag genossen wir gemeinsam ein Frühstück und ließen all die gesammelten schönen Erinnerungen revue passieren. Nicht nur hat jeder Schüler tolle Erlebnisse gehabt, sondern die Schüler konnten sich auch gegenseitig besser kennenlernen. Von den motivierten Schülern und Lehrern, über die angenehme Unterkunft und die vielen tollen Erlebnisse war die Klassenfahrt rundum eine gelungene und bereichernde Erfahrung für alle.

© Herr Irschick